Faire Mode


Eigentlich stellt man sich faire öko Mode genauso vor, wie es klingt: grün, weit, Muster, irgendwie merkwürdig.

 

Doch das war mal! Heutzutage ist faire Mode nicht nur irgendwie cool, sondern auch irgenwie stilvoll!


fast Fashion

Um zu verstehen, wieso herkömmliche Mode Nachteile mit sich bringt, muss der Begriff ''fast fashion'' erstmal besprochen werden.

 

Fast Fashion: schnelllebige Mode! Trendteile, die meist günstig sind und im nächsten Monat schon wieder durch ein anderes Trendteil in den Schatten gestellt werden.

Durch Fast Fashion wird eine Wegschmeiß - Mentalität gefördert. Außerdem senkt der Preis die Produktionskosten. Die Folgen sind katastrophal für viele Menschen, die in den Fabriken unter gesundheitsschädlichen Bedingungen arbeiten müssen und ausgebeutet werden.

 

Außerdem ist Fast Fashion stark chemisch behandelt. Viele Farbstoffe, Knitterschützer oder Bleichemittel lösen schwere Allergien aus. In die Abwasserkanäle gelangt, verschmutzen sie Flüsse und Seen, sowie das Grundwasser.

Außerdem sind sie meist hoch entzündlich.

Schimmelschutz aus zinnorganischen Verbindungen ist außerdem fruchtschädigend.

Zwischenfazit

Fast Fashion ist scheiße für Mensch und Umwelt.

 

Wieso kaufen wir sie dann trotzdem?

Weil es so viel einfacher ist und günstige Alternativen fehlen!

 

Doch das hat sich geändert und das soll dieses Monatsthema Euch zeigen!



Slow Fashion

Slow Fashion, wie nachhaltige Mode genannt wird, wird unter fairen und humanen Bedingungen hergestellt und schont die Umwelt.

Sie ist hochwertig hergestellt und der Gedanke einer langlebigen Mode steht im Fokus. Ein reger Austausch zwischen Designern, Herstellern und Einzelhändlern stärkt der Nachhaltigkeit den Rücken.

 

Es werden in den meisten Fällen Biomaterialien, wie Bio-Baumwolle, Bio-Seide, Hanf, Bio-Wolle, Viskose (Fasern aus regenerierter Cellulose) oder Soja verwendet. Außerdem werden recycelte oder upcycelte Rohstoffe verwendet.

(Recycling: Verwendung von Sekundärrohstoffen, Upcycling: Stoffreste, getragene Kleidung oder Abfall wird wiederverwendet.)

 

Außerdem gibt es noch das Cradle - to - Cradle System, bei dem in einer Kreislaufwirtschaft Kleidung so hergestellt wird, dass sie zu 100% wieder recycelt werden kann.


Gütesiegel

Wie immer gibt es Gütesiegel, die man beachten sollte!

 

Das Gütesiegel fairtrade steht für hohe Sozialstandards, nachhaltigem Anbau und einem Argochemikalienverbot.

Es ist steht aber nicht auch direkt für bio!!

 

Global Organic Textile Standards GOTS steht für einen ökologischen Anbau mit mindestens 90% ökologischer Naturfaser. Minimale Schadstoffbelastung und regelmäßige Überprüfung der Standards.

 

IVN zertifiziert BEST ist ein Siegel, dass für die Minimierung von Abfall und Umweltbelastung, Färbemittelverbot, 100% Naturfaser aus kontrollierten Anbau, Kernarbeitsnormen und Dokumentation der Transportmittel und Wege steht.

 

bluedesign  garantiert hohe Anforderungen an Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung in der Produktion. Außerdem werden gefährliche Substanzen vermieden, das Abwasser regelmäßig kontrolliert und auf Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz geachtet.

 

öko-Tex (ein geschützter Name) hat drei Stufen der Zertifizierung. Die Standardzertifizierung 100 garantiert Schadstoffarmut, der Standard 1000 steht für die zusätzliche Prüfung von Produktionsbedingungen, Einhaltung nationaler Gesetze und Sicherheit am Arbeitsplatz. Außerdem ist hier ein Verbot der Kinderarbeit gesichert.

Die höchste Stufe 100plus ist die Steigerung des Standards 1000 mit Zusatz der Humanökologie und der Produktionsökologie.


Welche Marken sind dann cool und fair?

Nun zum spannenden Teil des Monatsthemas! Die einzelnen Marken. Ich stelle Euch nur ein paar vor, da ich keine Werbung machen möchte, verweise Euch aber auf weitere Links mit weiteren Beschreibungen.

 

Wichtig hierbei zu erwähnen: Faire Mode ist nicht billig. Aber billig sind auch nur Sachen von Primark. Faire Mode ist normal teuer, mal eher so wie H&M oder auch mal so wie Hugo Boss! Das ist von Marke zu Marke unterschiedlich.

Der Gedanke ist ja aber genau der, dass man sich Gedanken darüber macht, wofür man sein Geld ausgibt und das erworbene Kleidungsstück noch lange besitzt und gerne anzieht! 

Faire Mode ist nachhaltig und langlebig!

 

Hier also ein paar Marken, die ich persönlich auch cool finde!

Trigema möchte ich an dieser Stelle besonders hervorheben, weil sie mit ihrer ''Change''-Kollektion das Cradle to Cradle Kreislaufprinzip umgesetzt haben und damit wirklich fortschrittlich sind!



Bildquelle I kill people: https://www.katholische-citykirche-wuppertal.de/aktuelles/logisch/logisch-14/artikel-faire-mode/

wear fair:https://meineregelmeinplanet.wordpress.com/2013/09/13/wear-fair-und-mehr-2013-27-29-9-in-linz/

fairtrade: http://www.fair-t.com/wp-content/uploads/2015/01/Fairtrade-fortnight.jpg

GOTS: https://static4.mama-ocllo.com/2017/01/2017-08-01-GOTS-Standard-Bio-Textilien-2-2.png

IVN: https://utopia.de/app/uploads/2017/01/IVN-Logos-640x300.png

bluedesign: https://www.bergfreunde.de/basislager/technik-bluesign-siegel/

ökotex: https://continentalclothing.de/die-marke-continental/oeko-tex-100/

trigema: https://www.trigema.de/out/responsive/img/trigema/favicon/icon_1500x1500.jpg

ethletic: http://www.avesu.de/media/wysiwyg/infortis/brands/ethletic.png

fashion: http://fudder.de/interview-freiburger-studierende-haben-eine-fair-fashion-show-organisiert--137353025.html

armedangels: http://alicesadventuresinfashionland.files.wordpress.com/2013/04/armedangels-logo-2.jpg